Nachruf von Astrid Weisz , Dr. Claudiu Calin
Dorin Imbrescu, Kulturmittler aus Ulmbach/Neupetsch/Peciu Nou, ist unerwartet am 23. März gestorben. Mit seiner stillen, unaufdringlichen Art, seiner Verlässlichkeit und seinem tiefen Verantwortungsgefühl hat er über Jahre hinweg das kulturelle und geistliche Leben seiner Heimat mitgeprägt. Er förderte besonders Veranstaltungen, die das banatschwäbische und berglanddeutsche Erbe hervorhoben. Mit großer Trauer nimmt die Gemeinschaft Abschied von einem Menschen, dem es mit Hingabe und Ernsthaftigkeit gelang, Veranstaltungen zu gestalten, die Menschen zusammenführten und die Erinnerung an Geschichte und Tradition wachhielten. Besonders hervorzuheben ist seine Mitwirkung bei der Organisation der 300-Jahrfeier in Neupetsch, der 250-Jahrfeier in Steierdorf 2023, des Kreuzwegs in Ciudanovița. Zu 70 Jahren Bărăgan-Deportation veranstaltete er Gedenken in Dörferin im Kreis Călărași und Neupetsch und initierte Gedenktafeln dazu.
Bereits 2015 trat er auch als Initiator und Vermittler eines besonderen internationalen Projekts hervor: Er koordinierte maßgeblich den Besuch einer Delegation der Stadt Anina in Tambach-Dietharz in Thüringen und trug damit zur Vertiefung der kulturellen und administrativen Beziehungen zwischen beiden Orten bei. Die Veranstaltung verband diplomatische Gespräche mit kulturellen Darbietungen und präsentierte zugleich die Identität des Banater Berglands.
Er setzte sich Herbst 2025 für das Gedenken an den Schriftsteller Ludwig Schwarz ein, organisierte dazu umfangreiche Veranstaltungen im Banat und jüngst auch ein Symposium in Nürnberg mit und trug damit zur Pflege des kulturellen Erbes der banatschwäbischen Gemeinschaft bei. Er war es auch der Lobby für die von den Banater Bürgermeistern angekündigten Projekten gemacht hat: den Literaturwettbewerb Ludwig Schwarz, die Absicht zur Erhaltung und Renovierung der römisch-katholischen Kirchen in Neupetsch und Dolatz, sowie die Vorbereitungen für das Kirchweihfest im nächsten Jahr. Dolatz/Livezile hat bekannt gegeben, dass sie die Flucht der Einwohner von Dolatz im Jahr 1979 dokumentieren und in Szene setzen wollen, während Peciu die Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Weihe der Kirche im nächsten Jahr, gleichzeitig mit dem Kirchweihfest, angekündigt hat.
Es war auch Imbrescus Initiative, dass der Chor „Copiii credinței” (Kinder des Glaubens) der Römisch-Katholischen Pfarrei Orawitza unter der Leitung von Frau Luciana Burmayer in der römisch-katholischen Kirche in Dolatz, ein Weihnachtsliedkonzert gegeben hat. Dorin Imbrescu beteiligte sich auch an der Verkartung und Erstellung einer Karte des römisch-katholischen Friedhofs in Orawitza.
Sein Engagement war stets von dem Wunsch getragen, Brücken zu schlagen – zwischen Generationen, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Glauben und gelebtem Alltag. Dabei blieb er stets bescheiden und stellte die Sache über die eigene Person. Seine Projekte erzielten große Resonanz innerhalb der Gemeinschaft.
Sein Wirken wird in der Gemeinschaft fortleben – als Zeichen von Würde, Güte und gelebtem Glauben. Die Beisetzung fand am Samstag, dem 25. April in der Gemeinde Slatina Nera, Kreis Karasch-Severin statt. Gott schenke ihm die ewige Ruhe!
Worte von Peter Rieser
Am Zeilberg 6, 90616 Neuhof a. d. Zenn 28.04.2026
Zum Ableben von Dorin Imbrescu -/- În memoria lui Dorin Imbrescu
Mit seiner humorvollen Intelligenz sowie seiner ruhigen, bescheidenen Art beeindruckte er sein
Gegenüber und begründete so einen großen, facettenreichen Freundeskreis, den er geschickt
in seine Projekte einzubinden wusste.
Er war ein Meister der Selbstironie. Zu meiner Überraschung sprach er auch recht gut Deutsch
– zwar gebrochen, doch stets gewürzt mit originellen und bisweilen gewagten Formulierungen.
Bei offiziellen Anlässen bat er mich meist um eine Übersetzung ins Deutsche, damit es unter
den Zuhörern keine „unfreiwilligen Lachopfer“ gäbe.
Für die Heimatortsgemeinschaft Ulmbach-Neupetsch war Dorin Imbrescu ein wahrer Segen.
Sein Einfallsreichtum war beeindruckend und zugleich fordernd. Die Ideen sprudelten oft noch
während des geplanten Ablaufs einer Veranstaltung. So fragte er mich etwa am Ende eines
ereignisreichen Tages im Rahmen der Bărăgan-Gedenkveranstaltungen überraschend, aber
höflich, ob ich nicht noch kurzfristig mit seinem Freund, Prof. Mihai Vlădia, eine Fernsehsendung
zum Thema Deportation gestalten würde. Ihm konnte man kaum etwas abschlagen –
und so fanden wir uns wenig später spontan in einem Temeswarer Fernsehstudio wieder.
Aus der Fülle gemeinsamer Veranstaltungen seien nur einige Projekte hervorgehoben: das
jährliche Entzünden von Kerzen auf dem katholischen Friedhof an Allerheiligen, die Kreuzweg-
Prozession, das Wiederaufleben der Tradition des Maibaumsetzens, die Gedenkveranstaltungen
zum 70. Jahrestag der Bărăgan-Deportation in Roseți mit Enthüllung einer Gedenktafel
an der Friedhofskapelle in Neupetsch, die 300-Jahr-Feier Ulmbach-Neupetsch mit Kirchweihfest
in der alten Heimat, die Kartierung des Ulmbacher Friedhofs sowie die umfangreichen
Veranstaltungen zu Ehren des Schriftstellers Ludwig Schwarz im Banat und das Symposium
im Februar 2026 im Haus der Heimat in Nürnberg.
Bei größeren Veranstaltungen legte er großen Wert auf die Anwesenheit von Medien, Honoratioren
und Ehrengästen. „Worüber die Medien nicht berichten, hat nicht stattgefunden“, war
sein Credo. Seine Ziele waren – im Gegensatz zu seiner persönlichen Bescheidenheit – oft
ehrgeizig. Sein Ideenreichtum kannte kaum Grenzen, und seine Begeisterung vermochte er
auf seine Mitstreiter zu übertragen. So brachte er mich vor einigen Jahren sogar dazu, nach
älteren Männern zu suchen, die noch über das Wissen um gestampfte Mauern verfügten und
bereit gewesen wären, einige Wochen in Neupetsch zu verbringen, um dort den Bau eines
Lehmhauses im Stil der Einwandererhäuser zu begleiten – gedacht als Dorfmuseum im Rahmen
der 300-Jahr-Feier. Dieses Vorhaben erwies sich letztlich als eine Nummer zu groß.
Ohne Dorin Imbrescu hätte die Zusammenarbeit unserer Heimatortsgemeinschaft mit der alten
Heimat niemals jene Intensität und Lebendigkeit erreicht, die wir seiner unermüdlichen Kreativität
und seinem selbstlosen Einsatz verdanken. Mit großem persönlichem Engagement verstand
er es, Brücken zu bauen, Menschen zusammenzuführen und gemeinsame Projekte mit
Herz und Weitblick voranzubringen.
Er war nicht nur Ideengeber, sondern auch ein tatkräftiger Umsetzer – stets darauf bedacht,
das Verbindende zu stärken und den Austausch zwischen Ethnien, Religionen und Generationen
lebendig zu halten. Sein Wirken hat bleibende Spuren hinterlassen und wird uns allen in
dankbarer Erinnerung bleiben.
Dorin Imbrescu ist am 23. April 2026 in Neupetsch verstorben und wurde am 25. April 2026
auf dem Friedhof seines Geburtsortes Slatina Nera im Kreis Karasch-Severin beigesetzt.
Möge er in Frieden ruhen.
Peter Rieser
În memoria lui Dorin Imbrescu
Prin inteligența sa plină de umor, precum și prin firea sa calmă și modestă, își impresiona interlocutorii
și a reușit astfel să creeze un cerc larg și divers de prieteni, pe care știa să-i implice
cu abilitate în proiectele sale.
Era un maestru al autoironiei. Spre surprinderea mea, vorbea și destul de bine limba germană
– deși cu imperfecțiuni, însă mereu condimentată cu formulări originale, uneori îndrăznețe.
La evenimentele oficiale mă ruga adesea să asigur traducerea în limba germană, pentru
a evita apariția unor „victime ale râsului involuntar” în rândul audienței..
Pentru Asociația comunității originare din Peciu Nou, Dorin Imbrescu a fost o adevărată binecuvântare.
Spiritul său inventiv era impresionant, dar și solicitant în același timp. Ideile îi veneau
adesea chiar în timpul desfășurării planificate a unui eveniment. Astfel, de pildă, la finalul
unei zile pline de evenimente din cadrul manifestărilor comemorative dedicate deportării
în Bărăgan, m-a întrebat, pe neașteptate, dar politicos, dacă nu aș putea realiza pe loc, împreună
cu prietenul său, prof. Mihai Vlădia, o emisiune de televiziune pe tema deportării. Era
greu să-i refuzi ceva – și astfel, la scurt timp, ne-am regăsit spontan într-un studio de televiziune
din Timișoara.
Din multitudinea evenimentelor comune, merită amintite doar câteva proiecte: aprinderea
anuală de lumânări în cimitirul catolic de Ziua Tuturor Sfinților, procesiunea Căii Crucii, reluarea
tradiției ridicării pomului de mai, manifestările comemorative dedicate împlinirii a 70 de
ani de la deportarea în Bărăgan la Roseți, cu dezvelirea unei plăci comemorative pe capela
cimitirului din Peciu Nou, aniversarea a 300 de ani a localității Ulmbach-Neupetsch, cu sărbătoarea
„Kirwei-ului” în vechea patrie, cartografierea cimitirului din Ulmbach, precum și amplele
manifestări dedicate scriitorului Ludwig Schwarz în Banat și simpozionul din februarie
2026 la „Haus der Heimat” din Nürnberg.
La evenimentele mai ample, punea un accent deosebit pe prezența mass-mediei, a personalităților
și a invitaților de onoare. „Ceea ce nu este relatat de mass-media nu a avut loc” era
crezul său. Obiectivele sale erau – în contrast cu modestia sa personală – adesea ambițioase.
Spiritul său creativ nu cunoștea limite, iar entuziasmul său reușea să-i molipsească pe
colaboratori. Astfel, cu câțiva ani în urmă, m-a convins chiar să caut bărbați mai în vârstă
care încă stăpâneau tehnica zidurilor din lut bătut și care ar fi fost dispuși să petreacă câteva
săptămâni în Peciu Nou, pentru a sprijini, cu sfaturi, construirea unei case de lut în stilul locuințelor
coloniștilor – concepută ca muzeu al satului în cadrul aniversării a 300 de ani de la colonizarea
șvabilor. În cele din urmă, proiectul s-a dovedit a fi prea ambițios…
Fără Dorin Imbrescu, colaborarea comunității noastre „HOG Ulmbach-Neupetsch” nu ar fi
atins niciodată intensitatea și vitalitatea pe care le datorăm creativității sale neobosite și implicării
sale dezinteresate. Cu un angajament personal remarcabil, a știut să construiască
punți, să aducă oamenii împreună și să promoveze proiecte comune cu suflet și viziune.
Nu a fost doar un inițiator de idei, ci și un realizator energic – preocupat permanent de întărirea
legăturilor și de menținerea unui schimb viu între etnii, religii și generații. Activitatea sa a
lăsat urme durabile și va rămâne în amintirea noastră cu recunoștință.
Dorin Imbrescu a decedat la 23. Aprilie 2026 și a fost înmormântat în cimitirul localității sale
cimitirul localității sale natale, Slatina Nera, județul Caraș-Severin. Odihnească-se în pace.